Panama ist Gastgeber des Weltjugendtages 2019 – großer Segen des Papstes

Weltoffenheit und lateinamerikanische Lebensfreude werden das Event der katholischen Jugend zu einem unvergesslichen Ereignis machen. Darin sind sich der Bischof von Colon, Manuel Ochogavia und der Präsident des Landes, Juan Carlos Varela, einig. 2019 wird Panama-Stadt zum 34. Weltjugendtag einladen. Dieser wird zu Beginn des Jahres 2019, vom 22. bis 27. Januar, stattfinden und nicht – wie üblich – im Sommer. Dann ist in Panama nämlich Regenzeit.

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Bereits zum dritten Mal

Mit Panama hat die katholische Kirche zum dritten Mal – nach Argentinien 1987 und Brasilien 2013 – ein lateinamerikanisches Land als Veranstaltungsort des Weltjugendtages gewählt. Panama ist das bisher kleinste Land, das diese Veranstaltung organisiert. Rund 3,6 Millionen Menschen leben dort, davon etwa 85 Prozent Katholiken. Zu den Bedenken, das Land sei mit der Organisation und Ausrichtung des Großevents überfordert, meinte Nuntius Carrascosa,

Begeisterung und Zustimmung für den Weltjugendtag in der Bevölkerung seien groß. Es gäbe keinen realen Grund zur Schwarzseherei. Kardinal José Luis Lacunza nannte den Weltjugendtag 2019 eine „große Herausforderung“. Der Beitrag, den das Events für die „Revitalisierung“ der Jugend, für die Wiederbelebung der katholischen Kirche im eigenen Land und ganz Lateinamerika leisten könne, sei hoch einzuschätzen.

in Panama erwartet

Schlussgottesdienst Krakau

Rekord in Malina

Zudem würden die Bischöfe Zentralamerikas die Wahl Panamas als Veranstaltungsort und Gastgeberland unterstützen. Nach Nuntius Carrascosa werden etwa 450.000 Besucher aus aller Welt in Panama-Stadt erwartet. Zum Vergleich: Nach Krakau kamen 2016 etwa 1,5 Millionen Menschen zum Schlussgottesdienst mit Papst Franziskus. Der größte Weltjugendtag wurde bislang mit rund 4 Millionen Gläubigen in der philippinischen Hauptstadt Manila gefeiert.

Zu den anfallenden Kosten äußerte sich der Erzbischof José Domingo Ulloa dahingehend, dass die Kosten in keinem Verhältnis zur Aufmerksamkeit und Wirkung in der Öffentlichkeit stünden. Die Außen- und Innenwirkung seien unbezahlbar. Denn ein zentraler Aspekt des Weltjugendtages 2019 müsse sein, die eigene Jugend in Panama wieder auf den rechten Weg des Glaubens zu führen. Denn Armut, Migration und Drogenhandel gehörten für einen großen Teil der Jugendlichen zum Alltag.

Auch die kleineren Treffen der katholischen Jugend stehen unter „Marianischen“ Gesichtspunkten. So hat Papst Franziskus für den diözesanen Weltjugendtag 2017 in Berlin den Vers aus dem Magnificat „Der Mächtige hat Großes an mir getan“ (Lk 1,49) gewählt. Der Weltjugendtag 2018 wird unter dem Thema der Verkündigung der Geburt Jesu stattfinden: „Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade gefunden bei Gott“ (Lk 1,30).

Papst Franziskus selbst habe die Themen vorgeschlagen. Grundlegend für die Motive der kommenden Weltjugendtage seien die theologischen Tugenden, Glaube, Liebe und Hoffnung. Die Themen selbst stünden für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.